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Feedback Marl 07: Digitale Kommunikation ist alles!

3. Deutsche Foundation Fieldbus Konferenz fördert den Austausch zwischen Herstellern und Anwendern.

Informativ, kommunikativ, konstruktiv - unter diesem Motto stand die 3. Deutsche Foundation Fieldbus Konferenz am 28. Februar in Marl. Auf einem mit Erfahrungsberichten gespickten Vormittag folgte ein Nachmittag, an dem das Gehörte in drei sehr gut besuchten Diskussionsrunden vertieft werden konnte. Das neue Konzept fand bei allen Teilnehmern großen Anklang. Und in einem Punkt waren sich alle einig: Die Zukunft ist digital.

Die dritte Auflage der Deutschen Foundation Fieldbus Konferenz, die zum ersten Mal im Informationszentrum des Chemieparks Marl stattfand, stand unter neuen Vorzeichen. Das Organisationskomitee vollzog bewusst den Wandel von einer reinen Vortragsveranstaltung zu einem Tag, an dem der Erfahrungsaustausch in den Vordergrund rückte. Der Anwendertag wurde von Table Tops von 14 Mitgliedsfirmen der Fieldbus Foundation flankiert. An diesen Ausstellungstischen konnten sich die Teilnehmer über neue und bewährte Feldbustechnik informieren.


Der Anwendertag startete nach den Begrüßungsworten von Wolfgang Höferlin, Vorsitzender des Deutschen Marketingkomitees der Fieldbus Foundation, mit den traditionellen Vorträgen. Nachdem in den vorhergegangenen beiden Jahren ausschließlich Endanwender zu Wort kamen, berichteten dieses Jahr auch Anlagenplaner über ihre Erfahrungen mit dem Foundation Fieldbus. Horst Rappen, von der Firma VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH, beschrieb in  seiner Präsentation detailliert wie bei der Planung einer Foundation Fieldbus -Anlage vorzugehen ist. Björg Otte, Leiter Instandhaltung IH-EMR der BP in Gelsenkirchen betonte, dass er über Foundation Fieldbus rundum nur Positives sagen könnte. Er erklärte sehr anschaulich wie sich Betrieb und Instandhaltung einer Raffinerie in den Zeiten der digitalen Kommunikation gestalten. Marc Van Pelt, Vorsitzender der Fieldbus Foundation Europa, den mittleren Osten und Afrika (EMEA) hatte Trends und Technologieausblicke der Jahreshauptversammlung (General Assembly) der Fieldbus Foundation im Gepäck, die er den deutschen Anwendern kurz vorstellte. „Changing the Playing Field" lautet die Devise. Damit wird der Schritt getan weg vom einfachen ‚digitalen Ersatz der konventionellen 4-20mA Technik' hin zu einer umfassenden Infrastruktur für die einheitliche Verwaltung von Daten, Kommunikation, Asset Management und Betriebsabläufen. Foundation Fieldbus schafft somit die Grundlage für das unter dem Schlagwort ‚Business Intelligence' diskutierte übergreifende, einheitliche Betriebsmanagement.


Schon während der Mittagspause wurde im kleineren Kreis sehr lebendig diskutiert. Am Nachmittag nutzten alle Anwender die Gelegenheit, das Gehörte in drei parallelen Roundtables zu den drei Themenkomplexen Ausschreibung und Planung, Betrieb und Instandhaltung sowie Inbetriebnahme und Anlagenübergabe weiter zu vertiefen. Die Sessions fanden zwei Mal nacheinander statt, so dass sich jeder an zwei der drei Diskussionsrunden beteiligen konnte. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass sich die einzelnen Bereiche nicht so einfach trennen lassen. In allen sechs Runden wurde letztendlich über den kompletten Lebenszyklus einer Foundation Fieldbus -Anlage debattiert.


Fazit der Roundtables:

  • Bei einem Foundation Fieldbus-Projekt muss sich der Planer sehr früh Gedanken machen, was wie umgesetzt werden soll. In diesen Prozess sind u.U. schon Endkunde und Lieferanten mit einzubeziehen. Die Projektlaufzeit wird dadurch nicht verlängert, im Gegenteil, der anfängliche Mehraufwand rechnet sich schnell durch einen optimierten Ablauf mit deutlich weniger Änderungen.
  • Aufgaben wie z.B. die MSR-Planung verlagern sich aus dem Feld in das Leitsystem, dadurch verändern sich  teilweise die Abläufe, Vorgaben und Dokumente.
  • Der Feldbus erfordert ein gewisses Umdenken, denn es müssen schon im Planungsstadium Themen wie Schulung des Wartungspersonals oder das Versionsmanagement der Software berücksichtigt werden.
  • Inzwischen sind Tools auf dem Markt, die die Inbetriebnahme und Dokumentation vereinfachen.
  • Der „Strukturwandel", der mit dem Feldbus einhergeht, zieht angepasste Trainings- und Schulungskonzepte nach sich. Dies gilt insbesondere für die Instandhaltung der Netzkomponenten.
  • In vielen Projekten haben sich Vorabtests bewährt, diese Vorgehensweise ist jedoch für eine geprüfte und zertifizierte Technik mittelfristig nicht akzeptabel.
  • Für die Verwaltung und Sicherstellung der Konsistenz der Firm- und Softwarereleasestände ist eine erhöhte Aufmerksamkeit notwendig. Hier sind noch verbesserte Methoden zu entwickeln.
  • Es besteht der Wunsch nach toleranten Geräten, die bei einem Austausch im laufenden Betrieb eine einfache Inbetriebnahme ermöglichen.
  • Die Anwender fordern Geräte deren Grundfunktionen sofort nach der Ankopplung an den Bus abrufbar sind.

Der Großteil der Besucher konnte bereits Erfahrungen mit der Feldbustechnologie vorweisen. Das Spektrum der Teilnehmer reichte von Mitarbeitern von Hochschulen, über Planungs- und Engineeringunternehmen, bis hin zu Global Playern der Chemieindustrie. Einige Unternehmen schickten sogar eine Vorhut als Späher und Informationssammler aus. Ein weiteres Indiz dafür, dass das Interesse an Foundation Fieldbus wächst, sind die deutlich höheren Teilnehmerzahlen im Vergleich zu den Vorjahren. Die konstruktive Kritik der teilnehmenden Anwender wollen die Fieldbus Foundation-Organisation und die anwesenden Hersteller so weit möglich in ihre Produktentwicklung einfließen lassen, nicht zuletzt um eventuelle Hemmschwellen vor der „neuen" Technologie abzubauen. Trotz reger Diskussion über einige Kinderkrankheiten von Foundation Fieldbus stand am Ende der Veranstaltung für alle Teilnehmer fest: Die Zukunft gehört der digitalen Kommunikation.

 

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